Was bedeutet Akkommodation?

Unter dem optischen Fachbegriff Akkommodation versteht man die Fähigkeit des Auges, sich dynamisch an verschiedene Sehentfernungen anzupassen: Ferne, Nähe und Zwischenbereich.

Damit die Bilder scharf gestellt werden können, bedarf es einer Änderung der Linsenform. Ihre Augenlinse ist ein klarer, durchsichtiger und elastischer Körper, der das durch die Pupille eintretende Licht an der Hinterseite des Auges bündelt, sodass ein scharfes Bild auf Ihrer Netzhaut entsteht. Für die Änderung Ihrer Linsenform (Akkommodation) ist der Ringmuskel Ihres Auges zuständig. Von dem Vorgang bekommen wir selbst bewusst gar nichts mit: Während wir uns beispielsweise umschauen, arbeiten oder fernsehen ist der Ringmuskel fortwährend damit beschäftigt, die Linsenform zu verändern und somit das Bild scharf zu stellen. Darüberhinaus kann man hier noch den Nah- und den Fernpunkt unterscheiden: Wie die Namen schon sagen, ist der Nahpunkt die kürzeste Distanz, einen Gegenstand scharf zu sehen und der Fernpunkt die weiteste Distanz. Je größer die sogenannte Akkommodationsbreite, desto weiter liegen Nah- und Fernpunkt auseinander. Der Ringmuskel verliert mit den Jahren leider an Kraft. Daher nimmt auch die Akkommodationsfähigkeit mit zunehmendem Alter ab. Somit verändern sich sowohl der Nah- als auch der Fernpunkt und die Alterssichtigkeit setzt ein.