Bifokalgläser neu gedacht

Bifokalgläser kennen viele Menschen nur von ihren Eltern oder Großeltern. Die Brillengläser mit zwei fixen Sehbereichen für Ferne und Nähe entsprechen aufgrund der deutlich sichtbaren Trennkante nicht mehr den heutigen ästhetischen Ansprüchen.

Seit der Einführung der Gleitsichtgläser 1959 geht der Anteil der Bifokalgläser immer weiter zurück. Doch nicht alle Brillenträger, die eine Unterstützung im Nahbereich benötigen, kommen mit Gleitsichtgläsern zurecht oder sind damit umfassend zufrieden.

Deshalb gibt es ein neues, in modernster Freeform- Fertigung hergestelltes Bifokal-Brillenglas auf dem Markt, bei dem die geschmähte Trennkante verblendet und damit nahezu unsichtbar ist. Dem Brillenträger stehen dabei zwei verschiedene Nahteilformen und Breiten zur Auswahl: rund und mit einer Breite von 28 Millimetern oder halbkreisförmig und bis zu 45 Millimeter breit.

Gerade für Menschen, die beruflich oder in ihrer Freizeit extrem viel im Nahbereich zu tun haben (z. B. Lesen, handwerkliche Tätigkeiten u. a.), stellen die neuen Freeform-Bifokalgläser eine gute Wahl als Zweitbrille und Ergänzung zur im Alltag getragenen Gleitsichtbrille dar. Aufgrund der stabilen und breiten Nahbereiche werden langanhaltende Tätigkeiten in der Nähe als entspannter empfunden.

Die Brillengläser lassen sich je nach Kundenwunsch auch zur Verwendung am Computer nutzen. Der Nahbereich bleibt dabei dem Lesegut bzw. der Tastatur, in ca. 40 Zentimeter Entfernung zum Auge, vorbehalten. Der eigentliche Fernbereich wird dagegen auf die Entfernung zum Bildschirm abgestimmt, sodass auch große Bildschirme oder Multi-Monitor- Arbeitsplätze ohne viele Kopfbewegungen überblickt werden können.
Zur Orientierung im Raum oder zum Autofahren muss die Brille dann gewechselt werden. Auch eine Verwendung für Überkopf-Naharbeiten wäre möglich, indem das Nahteil oben, statt wie gewohnt unten, eingearbeitet wird. Wichtig ist bei solchen »Sonderverwendungen «, dass der Brillenträger im Vorfeld die benötigten Arbeitsabstände genau kennt, für welche die Gläser optimal hergestellt werden sollen.